23. Januar 2015

DIE ILSE - GESTERN, HEUTE, MORGEN

Bericht über die Informations- und Diskussionsveranstaltung am 23.01.2015 im Kloster Ilsenburg

André Lüderitz (stehend) konnte als fachkundige Gäste Dr. Christoph Ertl, Nadja Effeler-Scheruhn, Dennis Loeffke und Otfried Wüstemann (v.r.n.l.) begrüßen
Das Forum war gut besucht, alle verfügbaren Stühle wurden in den Gartensaal gebracht

Ilseforum: Es wird viel getan, doch die Ilse bleibt eine Prinzessin

Die Ilsenburger haben ihre Ilse offensichtlich ins Herz geschlossen. Nur so läßt sich der Zuspruch zum Forum „Die Ilse – gestern, heute, morgen“ erklären. Aber auch Gäste aus Darlingerode, Drübeck, Osterode, Osterwieck, Veckenstedt, Wasserleben, Wernigerode und anderen Orten waren unserer Einladung gefolgt. Und so reichten die im Gartensaal des Klosters Ilsenburg von den fleißigen Helfern des Fördervereins vorbereiteten Plätze bei weitem nicht aus. Bis zum Start des Forums wurden alle verfügbaren Stühle herbeigeschafft.

Der Begrüßung durch Landtagsmitglied und Stadtrat André Lüderitz schloß sich eine Einführung zum Thema Hochwasserschutz und ökologische Durchgängigkeit der Ilse an. Mit Bildern und Zeichnungen untermauert, wurden bisherige Umbauten erläutert und geplante Massnahmen an der Ilse durch Dr. Christoph Ertl, Leiter des Flußbereiches Halberstadt vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz vorgestellt.

So wird in Kürze der Bau einer Deichanlage am Veckenstedter Weg im Bereich der Ilsebrücke/Gartenanlage beginnen. Die Tankstelle am Apfelweg und das Industriegebiet Ellerbach sollen damit wirksam geschützt werden. Weiterhin ist geplant, das Geländer des Ilseufers im Bereich der Schlossmühle (Fuchsbrücke) mit Blechen auszustatten, so dass künftig ein Überlaufen des Wassers auf die Mühlenstraße verhindert wird.

Im Jahr 2016 soll dann das Wehr im Bereich der Ilsestraße teilweise zurückgebaut und ökologisch durchgängig gemacht werden. Im gleichen Jahr sind Maßnahmen in Veckenstedt und Wasserleben geplant. Die genannten Vorhaben werden vom Land finanziert. Mit europäischen Mitteln werden bis 2017 die Auflösung des über 300 m langen Ilsetunnels und der Bau einer Umgehungsrinne für die Ilse westlich der Grobblech GmbH entlang des Veckenstedter Weges durchgeführt. Erwartet werden beim Bau der Rinne eventuell anfallende kontaminierte Ablagerungen. Auch für damit zusammenhängende zusätzliche Kosten wird das Land aufkommen. Die Massnahme dient neben dem Hochwasserschutz vor allem der ökologischen Durchgängigkeit der Ilse.

Hochwasserschutz in Ilsenburg muß natürlich auch die Zuflüsse und Bäche mit einbeziehen, für die der Unterhaltungsverband Ilse-Holtemme zuständig ist. Deshalb ist gerade nach dem Starkregen 2014 ein Konzept in Erarbeitung, so Geschäftsführerin Nadja Effler-Scheruhn. Priorität haben hier Massnahmen an Suenbach und Grenzbach. In Verantwortung des Verbandes ist seit dem 01.01.2015 aber auch die Ilse bis zum Austritt aus dem Nationalpark. Otfried Wüstemann als dessen Vertreter betonte, dass zwischen den Partnern eine Vereinbarung abgeschlossen wird, wonach auch der Nationalpark bei bestimmten Schwerpunkten „sein sonstiges Konzept“ im Interesse des Hochwasserschutzes etwas weiter auslegen wird.

Bürgermeister Dennis Loeffke hob die Bedeutung des stadteigenen Teichsystems als Wasserpuffer hervor, das jedoch nur mit städtischen Mitteln, die bekannter weise knapp sind, gepflegt werden kann.

Sehr vielfältig war wie erwartet die Diskussion der Gäste. Klaus Oppermann aus Ilsenburg mahnte noch einmal die Nutzung der Wasserkraft der Ilse am Ende des Walzwerktunnels zur Energiegewinnung an. Ulrich Eichler aus Wernigerode sprach über die Erfahrungen bei der ökologischen Sanierung der Holtemme, die über 15 Jahre dauerte und nur durch städtisches und ehrenamtliches Engagement möglich war. Jetzt sei die Holtemme wieder der Heimatfluss des Wernigeröder Wappentieres. Eichler schwärmte geradezu bei der Vorstellung, dass eines Tages wie in lange vergangenen Zeiten der Lachs wieder zum Laichen die Ilse hinaufzieht.

Wolfgang Wüpper, der ehrenamtlich in Ilsenburg als Stadtführer arbeitet, warf einen Blick zurück und wollte wissen, ob es Belege für die Flößerei auf der Ilse gebe. Henning Scheithauer und Otfried Wüstemann konnten das aus Erzählungen und Indizien bestätigen. Allerdings müsse dazu noch weiter geforscht werden.

Eberhard Schröder aus Darlingerode mahnte zum wiederholten Male an, auch für die Ortsteile Darlingerode und Drübeck kurzfristig ein umfassendes Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten. Dies werde jetzt vorbereitet, informierte Bürgermeister Dennis Loeffke.

Weitere Fragen gab es zu Ausbaudetails der Ilse im Bereich Veckenstedt, Grovesmühle und Wasserleben.

Wie im Fluge waren zwei Stunden sehr sachlicher und konstruktiver Diskussion vergangen. Man konnte die Überzeugung gewinnen, dass alle Verantwortlichen engagiert arbeiten, um unsere Orte noch sicherer vor Hochwasser zu machen. Dass dabei offensichtlich die Hinweise und Erfahrungen der Anwohner Eingang finden, verstärkte diesen Eindruck.

André Lüderitz konnte zum Abschluß feststellen, dass das Thema des Abends aktuell bleiben wird, noch viele Probleme zu lösen sind und die Ilse sicher noch so manche Herausforderung für uns hervorbringen wird.


 

 

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Foto: Heil-Küffner
 


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