Das Nordharzer Städtebundtheater ist aus unserer Sicht ein unverzichtbarer Träger der regionalen Identität der Harzregion. Dieses Theater ist der wichtigste kulturelle Träger vor Ort, eine wichtige Säule in der Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Positionen und unterstützt die Tourismuswirtschaft vor Ort. Deshalb muss auf allen Ebenen etwas dafür getan werden, das Theater zu erhalten, das durch Finanzkürzungen substanziell bedroht ist. Die Fraktion kämpft deshalb für eine bessere Finanzausstattung der Gemeinden und des Landkreises mit dem Finanzausgleichsgesetz. Vor Ort ist es aber außerordentlich wichtig, dass der Landkreis seinen Beschluss zu Kürzung der Mittelzuweisungen an das Theater zurücknimmt genauso wie seine Konsolidierungsauflagen gegenüber den Städten Halberstadt und Quedlinburg, wodurch diese Träger gezwungen werden, ihre Zuschüsse zu reduzieren. Dabei ist zu bedenken, dass mit jeder Reduzierung kommunaler Finanzzuschüsse die gleiche Summe an Landesgeld für die Region verloren geht.
Entscheidend für die weitere Existenz des Theaters ist die Frage, ob die Region, sprich also der Landkreis, in ihrer Gesamtheit bereit ist, sich zu dieser kulturellen Einrichtung zu bekennen. Dies würde letztlich bedeuten, dass der Landkreis die zentrale Rolle bei der Trägerschaft des Theaters übernimmt.
Unter diesen Bedingungen kann das Theater gerettet werden. Dies erfordert die Abänderung der kommunalen Kürzungsbeschlüsse. Wenn das Theater stirbt, stellt dies letztlich die regionale Identität des Harzes substanziell in Frage. Aus unserer Perspektive stellt sich dann auch die Frage nach der Eigenständigkeit einer Planungsregion für den Harz.
Magdeburg, 12.10.11