Das für den Oberharztourismus so wichtige Besucherbergwerk war für ein Jahr geschlossen. Hartnäckige Bemühungen zur Wiedereröffnung zeigen jetzt Erfolg. Engagierte Oberharzer wie Ralf Melzer, Ingo Braukhoff, Gudrun Mehnert, Herbert Zange und Dr. Harald Müller hatten ein Konzept für den Neustart vorgelegt. Wider Erwarten stießen sie jedoch auf Grund einer veränderten Rechtsauslegung beim Landesamt für Geologie und Bergwesen auf Ablehnung. Diese Haltung würde aber auch die Weiterführung der Bergwerksmuseen „Röhrigschacht“ in Wettelrode oder „Grube Glasebach“ bei Straßberg bedrohen.
In dieser Situation wandten sich die Oberharzer Ende August an das Landtagsmitglied der LINKEN André Lüderitz. Dieser schrieb unmittelbar danach einen Brief an die zuständige Ministerin Prof. Birgitta Wolf mit der Bitte, sich ebenfalls des Problems anzunehmen. Bereits zur September-Landtagssitzung vereinbarte Lüderitz mit den Landtagsmitgliedern Evelyn Edler (DIE LINKE), Dr. Ronald Brachmann (SPD) und Angela Gorr (CDU) sowie der Ministerin eine Gesprächsrunde für Anfang Oktober. An diesem Gespräch bei der Ministerin nahmen neben den engagierten Oberharzern auch Vertreter des Bergamtes und der zuständigen Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben (GVV) teil. Das Ergebnis löste Freude bei den Beteiligten aus. Wie André Lüderitz mitteilte, wird „Drei Kronen & Ehrt“ weitergeführt. Ein neues Gutachten der GVV bescheinigt, dass das vorgelegte Betreiberkonzept geltendem Bergrecht entspricht. Noch zu klärende Probleme, wie z.B. Haftungsfragen oder das Durchgriffsrecht der GVV bei Gefahren, wurden als kurzfristig lösbar eingeschätzt. Nun hoffen die Bergbaufreunde Elbingerode, bereits zum Jahresende den Museumsbetrieb wieder aufnehmen zu können. „Erfahrungsgemäß ist zu Weihnachten mit einem regelrechten Besucheransturm zu rechnen“, so der Leiter des Büchenbergmuseums Ralf Melzer.