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B6n beschert Anliegern umfangreiche Flurbereinigungsverfahren

Beratung im ALFF: MdL Evelyn Edler, ALFF-Leiter Andreas Rebettge, MdL Harry Czeke, Ulrich Marwan, MdL André Lüderitz, MdL Monika Hohmann (v.l.n.r.)

Wenn Einheimische und Touristen auf der Schnellstraße B6 zwischen der A395 in Niedersachsen und der A 14 unterwegs sind, dann macht sich wohl kaum jemand darüber Gedanken, welch große Anzahl an langjährigen Flurbereinigungsverfahren der Bau solch einer Schnellstraße mit sich bringt. Darüber informierten sich dieser Tage der stellvertretende LINKE-Landtagsfraktionsvorsitzende Harry Czeke und die Harzer Landtagsmitglieder Evelyn Edler, Monika Hohmann und André Lüderitz bei einem Besuch des Amtes für Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF).
ALFF-Leiter Andreas Rebettge und Abteilungsleiter Ulrich Marwan informierten die Landespolitiker über das breite Aufgabenspektrum des Amtes, dass u.a. für Flurneuordnungs- und Bodenordnungsverfahren, Förderung der Dorferneuerung, Maßnahmen im ländlichen Raum sowie landwirtschaftliche und forstliche Förderung in den Landkreisen Harz, Börde, Salzland und Magdeburg zuständig ist.
Am Beispiel der vierspurigen B6 erläuterten Rebettge und Marwan eines der Tätigkeitsfelder des ALFF. Durch den Neubau der 80km langen B6 wurden große landwirtschaftlich genutzte Flächen zerschnitten. Ebenso wurden die bestehenden Eigentumsverhältnisse zerteilt und Wegeverbindungen getrennt.
Zusammen mit dem großen Bedarf für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen die 650 ha umfassen, mussten für die B6 insgesamt 16.000 ha Nutzfläche im Flurbereinigungsgebiet aufgebracht werden.  Das Ziel war, die 15.000 Flurstücke der 6.000 Bodeneigentümer neu zu ordnen und neue Wegeverbindungen herzustellen. Die Verfahrensdauer solch einer umfangreichen Flur- und Bodenneuordnung entlang großer Straßenbauprojekte beträgt in der Regel zwölf bis fünfzehn Jahre.
Mit Blick auf den Altersdurchschnitt der Beschäftigten und den Aufgabenzuwachs, den das ALFF erfährt, bekräftigten die Abgeordneten Czeke, Edler, Hohmann und Lüderitz die Position der LINKEN, wonach die durch Personalabbau gekennzeichnete Personalentwicklungspolitik der Landesregierung dringend korrigiert werden müsse.