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Nicht nur Regen sondern auch der Austausch mit der Stadt Blankenburg fehlt den Kleingärtnern

Der Bergeshang ist mit über 180 Gärten der größte Blankenburger Kleingartenverein
André Lüderitz (2. v.r.) diskutiert mit den Vorständen über die aktuelle Situation und die Zukunft der Sparten

Beeindruckende Zahlen kamen bei einer Beratung von Kleingärtnern aus Blankenburg, zu der Landtagsmitglied André Lüderitz und Stadtratsfraktionsvorsitzender Joachim Borchert Ende August 2013 eingeladen hatten, auf den Tisch:In der Stadt Blankenburg und ihren Ortsteilen gibt es 34 Kleingartenvereine mit mehr als 1200 Kleingärten. Das sind 5,4 Kleingärten je 100 Einwohner. Damit liegt Blankenburg nicht nur weit über dem ostdeutschen Durchschnitt von 2,8, sondern auch höher als die Kleingartendichte in Sachsen-Anhalt mit 4,7 Gärten pro 100 Einwohnern. Diese Zahlen präsentierte der Vorsitzende des Regionalverbandes der Kleingärtner Hansjoachim Bolle. Bis auf zwei Sparten, wo es keine Strom- bzw. Wasserversorgung gäbe, seien die Sparten noch gut in Nutzung. Es zeichneten sich jedoch bereits Probleme ab, die Ursachen in der demografischen Entwicklung hätten. Positiv vermerkt wurde, dass durch die Verankerung der Sparten im Flächennutzungsplan diese als Dauergärten gesichert seien.Die Vertreter von mehreren Kleingartensparten informierten über ihre Arbeit, beklagten jedoch die mangelnde Bereitschaft der Stadt Blankenburg zur Kooperation. So berichtete Peter Schneider von der Sparte Ost e.V. darüber, dass man gemeinsam mit einem Sponsor eine Parzelle als Lerngarten für eine Kita vorbereitet hatte. Das Ansinnen scheiterte jedoch an mangelnder Kooperationsbereitschaft der Stadt. Rainer Hundertmark und seiner Sparte „Am Bergeshang“ wurde von der Koba Harz die Zusammenarbeit verweigert, da man dort nicht bereit war, die Umgestaltung von Parzellen zu sogenannten Tafelgärten zu unterstützen. Klaus Bittner von der Sparte „Feierabend“ informierte darüber, dass mit der Stadt noch immer die künftige Sicherung der seit Jahrzehnten von der Sparte genutzten Wasserversorgung aussteht. 

André Lüderitz schätzte ein, dass durch eine Zusammenarbeit der Stadt Blankenburg und den Sparten ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung und Gestaltung von Blankenburg und den Ortsteilen entstehen könnte. Als Beispiel nannte der Landtagsabgeordnete die Stadt Altenburg, die bereits 2006 mit ihrem Regionalverband einen Vertrag zum gegenseitigen Vorteil geschlossen hat.
Auf Grund der aktuellen Situation habe seine Fraktion, so Lüderitz, bereits 2011 einen Antrag zur Förderung von Kleingartenvereinen in den Landtag eingebracht. Das Erfordernis wurde bei einer entsprechenden Anhörung im Landwirtschaftsausschuss unterstrichen.
André Lüderitz will nicht locker lassen und unterbreitete als Vorsitzender des Kreistagumweltausschusses den Vorschlag, im November 2013 mit den drei im Harzkreis vertretenen Kleingarten-Regionalverbänden im Ausschuss die aktuelle Situation zu beraten.

Stadtrat Joachim Borchert betonte, dass die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für eine attraktive „Blütenstadt Blankenburg“ leisten würden. Deshalb wolle er im Stadtrat von Blankenburg einen Informationsaustausch vorschlagen, der dazu beitragen soll, die gemeinsamen Interessen bei der Entwicklung der Sparten herauszuarbeiten. Auch die von der Stadt ins Auge gefasste Bewerbung um die Landesgartenschau 2022 wäre ein interessanter Ausgangspunkt für das Gespräch. 

Einhellig war am Ende des Informationsaustausches der Vorschlag der Kleingartenvorstände, jährlich solch eine Beratung, eventuell gemeinsam mit der Stadt Blankenburg, durchzuführen.<xml></xml>