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Ein Schultag an der LB-Schule Wernigerode

André Lüderitz nutzte „Tag des offenen Klassenzimmers“ für einen Besuch der Pestalozzischule Wernigerode

Zu Beginn erfolgten Absprachen zum Ablauf des Schultages

Auf Einladung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) verbrachte André Lüderitz einen ganzen Schultag an der Pestalozzischule Wernigerode. Lüderitz wollte sich davon überzeugen, welche Anforderungen an Lehrer und Schüler an einem ganz normalen Arbeitstag gestellt werden.
Begrüßt wurde das Landtagsmitglied vom Schulleiter Martin Hausl und vom GEW-Kreisvorsitzenden Thomas Kielgass.
Vor Unterrichtsbeginn erläuterten die beiden Pädagogen, dass den Schulen in Sachsen-Anhalt schwierige Schuljahre bevorstehen. Den beständig steigenden Anforderungen stehen ein sinkender Personalbestand und ein steigender Altersdurchschnitt der Kollegien gegenüber. Viele Kolleginnen und Kollegen scheiden derzeit und in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Schuldienst aus oder sind langzeiterkrankt bzw. erwerbs- oder berufsunfähig. Die wenigsten davon werden durch neue Lehrkräfte ersetzt. Die hohe Unterrichtsbelastung und zu geringe Anrechnungs- und Entlastungsmöglichkeiten veranlassen inzwischen immer mehr Lehrkräfte, ihre Arbeitszeit auf eigene Kosten durch individuelle Teilzeit auf ein leistbares Maß zu reduzieren.
Aus der Arbeit im Landtag weiß André Lüderitz, dass in dieser Situation in der Landesregierung und in der Öffentlichkeit seit Monaten darüber diskutiert wird, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte zu erhöhen, um die pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern mit den verbleibenden Lehrkräfte dennoch ohne Abstriche schaffen zu können. Durch die Diskussion um die Unterrichtsverpflichtung wird der unzutreffende Eindruck vermittelt, die Lehrkräfte würden für das ihnen gezahlte Geld bisher nicht genügend Leistung erbringen bzw. der Anteil ihrer Arbeit im Unterricht könne zu Lasten der vielfältigen Arbeit, die außerhalb der Unterrichtsstunde im Klassenzimmer zu leisten ist, erweitert werden.
Die mit diesen Plänen verbundene Unkenntnis über die bereits heute bestehende Arbeitsbelastung von Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen hat die Kolleginnen und Kollegen sehr enttäuscht und vielfach auch erzürnt. Viele sehen darin eine Missachtung ihrer Arbeit und ihrer beruflichen Leistungen, die sie unter schwierigsten Bedingungen in den letzten beiden Jahrzehnten erbracht haben.
Einen Eindruck von der Realität im Schulalltag vermittelte eine Lehrerin, die André Lüderitz den ganzen Schultag über begleitete. So entstand ein realistisches Bild vom Umfang und der Intensität der Arbeit. Im persönlichen Gespräch wurden die Arbeitsbedingungen und deren Ausgestaltung in der Zukunft erläutert.