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Gewässer des Harzkreises im Focus

MdL André Lüderitz legte bei seiner Sommertour einen Schwerpunkt auf den Hochwasserschutz und die Gewässerpflege im Harzkreis

Die Ilse am Blochauer im August 2014
André Lüderitz und Martin Wirth besuchen im November 2012 die Baustelle zur Renaturierung der Ilse im Bereich Blochauer

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRR) und das Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt sind wichtige Rahmenbedingungen für den Hochwasserschutz, eine naturnahe Gewässerentwicklung bzw. die Pflege der Gewässer 1. und 2. Ordnung.
Besondere Verantwortung tragen dabei der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) und die 28 Unterhaltungsverbände (UHV) im Land Sachsen-Anhalt. Die Landtagssommerpause nutzte André Lüderitz zu Vor-Ort-Terminen.
Im LHW Flussbereich Halberstadt stellte Bereichsleiter Dr. Christoph Ertl den erreichten Stand bei der Umsetzung der WRR vor und erläuterte die Planungen der kommenden Jahre. Der LHW stehe für modernen Hochwasserschutz in unserer Region mit den Säulen Vorsorge, technischer Hochwasserschutz und Stärkung des natürlichen Wasserrückhaltes in der Fläche. Daher gehören Konzepte zum Hochwasserschutz sowie die Planung und der Bau entsprechender Anlagen, einschließlich eines hydrologischen Messnetzes aber auch die Fortschreibung des Grundwasserkatasters und die Erarbeitung fachlicher Grundlagen für die Umsetzung der EU-WRR zum Aufgabenprofil.
Im Landkreis Harz betrifft das u.a. die Flüsse Ilse, Holtemme, Bode und Selke. Aktuell wird in Ilsenburg die nächste Maßnahme zur Renaturierung der Ilse vorbereitet. Dabei gehe es um die Rückverlegung des Flusses aus einem Tunnel mit Absturz in ein naturnahes Flussbett, so Ertl. Hier gebe es eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Ilsenburg. Diese habe sich bereits beim Rückbau der Wehranlagen am Blochauer im Ilsetal bewährt, weiß Lüderitz aus seiner Arbeit im Ilsenburger Stadtrat (siehe Bilder).
Der LHW bereitet zurzeit die Übertragung von Abschnitten Gewässer 1. Ordnung an die UHV vor. Das betreffe u.a. den Mühlgraben in Quedlinburg.
Bei den Gesprächen in den UHV Großer Graben (Neuwegersleben), Selke/Obere Bode (Quedlinburg) und Ilse/Holtemme (Drübeck) interessierte Lüderitz vor allem, welche Erfahrungen es bei der Umsetzung des Wassergesetzes gibt. Positiv bewerteten die Geschäftsführungen die Übergabe von erforderlichen Geländedaten vom Land. Nach wie vor schwierig gestalte sich dennoch die Beitragserhebung von den Gewässeranliegern, da hier z.T. unterschiedliche Interessenlagen existieren würden.
Besonderen Raum beim Gespräch im UHV Ilse/Holtemme nahmen die Starkregenereignisse Ende Juli in Ilsenburg ein. Auf Grund dessen beteiligte sich an diesem Arbeitsgespräch neben der Geschäftsführerin Frau Nadja Effler-Scheruhn auch der Stellv. Verbandsvorsteher Herr Erwin Marchlewski sowie der Umweltamtsleiter des Harzkreises Herr Torsten Sinnecker.
Während und unmittelbar nach den Überschwemmungen haben sich alle Beteiligten, zu denen auch der Nationalpark gehört, an einen Tisch gesetzt, um die Ereignisse gemeinsam aufzuarbeiten und Schlußfolgerungen zu ziehen. Diese Gespräche sollen auch unter Beachtung der Ilsenburger Ortsteile Darlingerode und Drübeck fortgesetzt werden.
Einig seien sich die Fachleute darüber, dass auf Grund des Klimawandels solche Starkregen mit den schlimmen Schäden für Mensch und Natur nicht auszuschließen sind. Allerdings solle gemeinsam alles Mögliche getan werden, um Folgeschäden zu minimieren oder gar zu vermeiden.
Die Gespräche waren für seine Arbeit als Umweltpolitiker im Landtag und für die Stadtratsarbeit sehr wichtig, so André Lüderitz abschließend.