Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

LINKE-Duo aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gemeinsam im Harz unterwegs

Im Ausstellungsraum „Geopark“ des Regionalverbandes Harz diskutieren Dr. Klaus George, Kurt Herzog und André Lüderitz (v.l.) die weitere Entwicklung des Naturparks Harz.
Nationalparkleiter Andreas Pusch, André Lüderitz und Kurt Herzog (v.r.) freuen sich über den Apfelbaum, den die Landtagsumweltausschüsse Niedersachsens und Sachsen-Anhalts 2005 im Garten der Nationalparkverwaltung pflanzten. Damals war an einen gemeinsamen Besuch der LINKEN aus beiden Landtagen nicht zu denken.

Die Landtagsmitglieder und Umweltpolitiker André Lüderitz (Sachsen-Anhalt) und Kurt Herzog (Niedersachsen) führten am 14.08.08 Gespräche mit den Leitungen von Naturpark und Nationalpark

Weder Wanderer und Urlauber noch Luchs und Borkenkäfer kümmern sich um Landesgrenzen. Der Harz ist das interessierende Gebiet. Länderübergreifend arbeiten deshalb auch der Nationalpark Harz und der Regionalverband Harz e.V. als Träger des Naturparks.
André Lüderitz lud seinen niedersächsischen Fachkollegen aus dem Wendland zu der gemeinsamen Tour ein. Das war auch deshalb naheliegend, da Kurt Herzog nach der Landtagswahl vom Januar noch recht neu im „Geschäft“ ist und die Verwaltungen beider Einrichtungen in Wernigerode und Quedlinburg ihren Sitz haben.
Beim Gespräch mit dem Nationalparkleiter Andreas Pusch zeigte Herzog Verständnis für den Prozess des Zusammenwachsens der ehemals 2 Nationalparke. Die aufgezeigten Perspektiven, so die Ausweitung der Kernzone von derzeit 40% der Gesamtfläche auf über 50% bis 2011 und auf über 75% bis 2022, machten die Vorteile offensichtlich. Klar und deutlich legte Pusch die Strategie beim Umgang mit dem Borkenkäfer dar. Dieser Prozess erfordert immer wieder eine anspruchsvolle Öffentlichkeitsarbeit, um bei möglichst vielen Einwohnern und Gästen Verständnis zu erreichen.
Zur Sprache kam auch der umstrittene Ausbau des Biathlon-Leistungssportzentrums „Sonnenberg“. Lüderitz und Herzog unterstützen hier die vorliegenden Einwände der Umweltverbände BUND und Nabu.
Ebenso regten die beiden Linkspolitiker noch einmal an, dass der Niedersächsische Teil des Nationalparks, wie das bereits beim Ostteil der Fall ist, Bestandteil des Naturparks Harz werden sollte.
Das entspricht einer Forderung, die die beiden Umweltexperten zuvor mit Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz e.V., in Quedlinburg besprochen hatten. Der Verein ist Träger der Naturparke Harz Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Dr. George hofft, dass noch 2008 der thüringische Teil des Harzes ebenfalls Naturpark in Trägerschaft des Vereins wird. Dann stünde dem Ziel, durch einen Staatsvertrag zwischen den 3 Ländern einen gemeinsamen Naturpark Harz zu schaffen, nichts mehr im Wege. Das wäre im Interesse der Entwicklung des gesamten Harzes.
Der vom Verein als Alleinstellungsmerkmal entwickelte Geopark wird immer mehr zum wirkungsvollen Netzwerk im touristischen Bereich. Die Informationen zu den Landmarken entsprechen den Besucherinteressen und verdeutlichen den Anspruch des Naturparks, den Harz als Ganzes zu betrachten und zu vermarkten.
Der gemeinsame Besuch der Landespolitiker setzte ebenfalls in diesem Sinne ein Zeichen. Lüderitz und Herzog waren sich zum Abschluß des Besuches einig, dass es vom Harz über Börde, Drömling und Altmark noch viele gemeinsame Projekte gibt.