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LINKE-Politiker besuchten Mette-Berufsschule Quedlinburg

Schulamtsleiterin Frau Kaufmann und Schulleiterin Frau Koch im Gespräch mit Gästen von der LINKEN

Anfang August ist es noch ruhig im Gebäude Bossestrasse der Berufsbildenden Schulen J.P.C. Heinrich Mette Quedlinburg – es ist Ferienzeit. Die Leiterin Frau Koch und die Chefin des Kreisschulamtes Frau Kaufmann beraten gemeinsam mit Linkspolitikern das Konzept der Schule, an der 81 Lehrkräfte in 91 Klassen knapp 2000 Schüler und Lehrlinge ausbilden.
Anlaß für den Besuch von Bundestagsmitglied Elke Reinke und der Landtagsmitglieder André Lüderitz und Hans-Joachim Mewes, der für Berufsausbildung in der Linksfraktion zuständig ist, ist in erster Linie die vom Land beschlossene Schulbaurichtlinie 2007 bis 2013 und die sich daraus ableitende Prioritätenliste, die der Kreistag zu beschließen hat. Diese Prioritätenliste sowie die Bestandssicherheit und das pädagogische Konzept sind die wesentlichen Auswahlkriterien dafür, ob eine Schule mit europäischen Mitteln gefördert wird. Hinzu kommen dann Eigenmittel des Landkreises zur Kofinanzierung.
Der Diskussion vorgelagert ist ein Besuch des Schulgebäudes in der Lindenstrasse. Hier wurde deutlich, dass die Umsetzung des anspruchsvollen Schulkonzeptes nur verbunden mit der Rekonstruktion des Baus möglich sein wird. Gut ausgebildete Fachkräfte für die Unternehmen der Region benötigen natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen. Hohe Anerkennung fanden die Politiker dafür, dass die Lehrkräfte und die Auszubildenden unter den gegebenen Bedingungen eine erfolgreiche Arbeit leisten. Nicht ohne Stolz informierte Frau Koch, dass die Schule bei der Ausbildung von Verfahrenstechnikern in der Kunststofftechnik den Bundessieger stellen konnte und die in dieser Branche sieggewohnten Bayern das Nachsehen hatten.
Frau Kaufmann berichtete darüber, dass es nicht erst seit der Kreisfusion eine Zusammenarbeit der 3 Harzer Berufsschulen gibt. Das schließt jedoch, so H.-J. Mewes eine gesunde Konkurrenzsituation zwischen den Schulen nicht aus. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Metteschule die wahrscheinlich einzige Berufsschule in Sachsen-Anhalt ist, die nach 1990 noch nicht saniert wurde.
Der Besuch erbrachte für die Abgeordneten wichtige Informationen für die Entscheidungen in der Berufsbildungspolitik. Nicht minder wichtig sind die Erfahrungen der Schüler und Lehrer, die auf dem Weg zu einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gesammelt wurden. Diesem Anspruch weiter gerecht zu werden, ist festes Ziel der Metteschule.
Am Rande kam auch eine kuriose Folge des Nichtraucherschutzgesetzes zur Sprache. Während bisher in einer genehmigten „Raucherecke“ auf dem Schulhof geraucht werden konnte, müssen sich die Schüler, die rauchen wollen, jetzt auf öffentlichen Bereichen außerhalb des Schulgeländes aufhalten. Die Folge ist Rechtsunsicherheit für alle Beteiligten und ein vom Gesetz neu geschaffenes, ungelöstes Problem.