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LINKE unterstützt Forderungen der Ilsenburger Walzwerker

Über 200 Walzwerker untermauerten ihre Forderungen in den aktuellen Tarifverhandlungen mit einem Warnstreik vor dem Tor des Ilsenburger Grobblechwerkes.
Der Streik soll, wie Betriebsratschef Ullrich Förster und IG-Metall-Bevollmächtigter Rüdiger Schnell sagten, Bewegung in die Tarifverhandlungen bringen, die derzeit von der Kompromisslosigkeit der Arbeitgeberseite geprägt sind. Nicht mal ein Angebot wurde der Forderung der 8000 ostdeutschen Metaller nach 6 % mehr Lohn entgegengesetzt.
Weitere Forderungen der IG Metall betreffen die tariflichen Regelungen für die Leiharbeiter und eine stärkere Entlastung älterer Walzwerker, die sich z.T. schon seit Jahrzehnten für ihr Werk engagieren. Ausserdem geht es den Gewerkschaftern darum, mit der Ausbildung von Lehrlingen den eigenen Nachwuchs zu entwickeln und für kommende Anforderungen fit zu machen.

André Lüderitz sagte den Stahlarbeitern, dass sie auf die Solidarität der LINKEN setzen können. Er wünschte für die Tarifverhandlungen viel Erfolg. Lüderitz hob hervor, dass die Forderungen der Metaller auch ein Signal für viele weitere Arbeitnehmer im Harz und in Sachsen-Anhalt sind, die oftmals noch unter wesentlich schlechteren Bedingungen als die Walzwerker arbeiten müssen. Als Beispiel nannte Lüderitz Beschäftigte, die neben ihrer Arbeit Hartz IV beantragen müssen oder Leiharbeiter, die in den Betrieben teilweise nur die Hälfte des üblichen Lohnes erhalten. Er stellte fest, dass im Walzwerk das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ bereits durchgesetzt wurde. Trotzdem ist Leiharbeit zu ächten, da das unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmer abgewälzt wird und für den Betroffenen immer die Unsicherheit ihrer Zukunft im Nacken sitzt.
Abschließend erklärte Rüdiger Schnell, dass die Gewerkschaft den Druck weiter erhöhen werde, sollte sich die Arbeitgeberseite weiterhin nicht bewegen.