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Darlingerode - Wer abwartet kommt nicht von der Stelle

Bürgermeister D. Bahr, Stellvertreterin B. Böttcher, Bürgermeister Obermüller und MdL André Lüderitz (vlnr)

Die Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt ist beschlossene Sache. Am 24.01.2008 verabschiedete der Landtag mit der Stimmenmehrheit von CDU und SPD das entsprechende Begleitgesetz.
Die kritischen Stimmen der Volksinitiative Sachsen-Anhalt 2011 und die alternativen Vorschläge der Fraktion DIE LINKE. wurden ganz einfach ignoriert.
Da das Gesetz nun aber da ist, gilt es auch in der Verwaltungsgemeinschaft  Ilsenburg zu handeln.
Auf Vorschlag der LINKEN-Basisgruppe Ilsenburg und der Stadt- und Gemeinderäte unserer Partei aus Darlingerode und Ilsenburg wurde deshalb eine Bürgerinformation in Darlingerode angeregt. 

Der Einladung, von Volksstimme GA veröffentlicht, waren etwa 40 Einwohner gefolgt.
Bürgermeister Dietmar Bahr begrüßte die Gäste und Gemeinderätin Brigitte Böttcher leitete die Versammlung. 

Zu Beginn gab André Lüderitz Lüderitz eine Übersicht über die gesetzlichen Grundlagen, erläuterte anhand von statistischem Material die aktuelle Situation und legte vor allem den Schwerpunkt auf die Ausgestaltung des erforderlichen Gebietsänderungsvertrages. Dieser Vertrag kann die Interessen der Orte in der Einheitsgemeinde regeln. Je klarer die Vereinbarungen, desto reibungsloser die künftige gemeinsame Arbeit.

Lüderitz betonte besonders, dass durch die Größe der 3 Orte jede Gemeinde angemessen mit Bürgerinnen und Bürgern im künftigen Stadtrat vertreten sein wird. Darüber hinaus kann jeder Ort mit einem Ortschaftsrat und einem Ortschaftsbürgermeister die Arbeit des Stadtrates begleiten.

Die Diskussion verdeutlichte das Interesse der Einwohner an der Zukunft ihres Ortes. Besonders die Vereine (allein der Sportverein Darlingerode/Drübeck hat 400 Mitglieder)  und die Feuerwehr erwarten auch künftig eine solide Basis und Unterstützung für ihre Arbeit.
Einwohner des Neubaugebietes, viele aus Wernigerode zugezogen, wägen offensichtlich gründlich ab, ob sie einer Einheitsgemeinde mit Ilsenburg und Drübeck zustimmen werden. Die nunmehr fast 15-jährige erfolgreiche Verwaltungsgemeinschaft ist ein gutes Argument für die Fortführung der Zusammenarbeit. 

Am 27.04.2008 wird es die Anhörung der Einwohnerschaft geben. Die entscheidende Frage wird lauten, ob sich Darlingerode für die Bildung der Einheitsgemeinde mit Drübeck und Ilsenburg entscheidet.
Dieses Votum wird eine wichtige Grundlage für die endgültige Entscheidung des Gemeinderates sein. Je klarer die Anhörung mit einem „Ja“ beantwortet wird, desto leichter wird die Entscheidung für den Rat.
Auch die Bürgermeister Bahr (Darlingerode) und Obermüller (Ilsenburg) vertraten die Auffassung, dass bis zum Jahresende 2008 ein solider Gebietsänderungsvertrag auf dem Tisch liegen könnte, der die Interessen beider Ortes angemessen widerspiegelt. Dann wäre die Neubildung der Einheitsgemeinde für alle Einwohner und ihre Orte tatsächlich ein Schritt in die Zukunft, die Gewinner, jedoch keine Verlierer kennt, so André Lüderitz abschließend.