Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Besuch beim Blindenzentrum Thale e.V.

Vorsitzender Kaufmann: Blindengeld darf nicht gekürzt werden, Blinde und Sehschwache sind auf Nachteilsausgleich angewiesen

André Lüderitz übergabd eine Spende von 100 EUR aus dem Solidarfonds

Die ansonsten sehr schöne Weihnachtsstimmung beim Blindenzentrum Thale e.V. war getrübt durch das Vorhaben der Landesregierung und der Fraktionen von CDU und SPD, das Blindengeld in Sachsen-Anhalt zu kürzen. Vorsitzender Jürgen Kaufmann kritisierte die Regierenden und machte deutlich, dass auch dieses Mal wieder die Bedürftigsten betroffen sind.
André Lüderitz erläuterte die aktuelle Situation. So habe die Landesregierung nach den vielen Protesten die Kürzungen etwas verringert. So ist nun festzustellen, dass Blinde künftig mit 320 Euro ganze 30 Euro pro Monat weniger erhalten werden als zuvor. Dazu muss man im Blick haben, dass diese Nachteilsausgleiche in Sachsen-Anhalt ohnehin viel zu gering bemessen sind und in den meisten Bundesländern deutlich höher liegen. Selbst im hoch verschuldeten Berlin werden etwa 500 Euro Blindengeld pro Monat gezahlt.
Noch verwerflicher als die generelle Kürzung ist der vollständige Wegfall dieser Leistung für Blinde in stationärer Unterbringung, so Lüderitz weiter. Hiervon seien in Sachsen-Anhalt ca. 700 Menschen betroffen. Bisher erhielten sie immerhin 50 Prozent des Blindengeldes, denn auch in Heimen haben Blinde behinderungsbedingte Mehrbedarfe.
Lüderitz weiter: "Meine Fraktion wird im Landtag einen Antrag gegen die Kürzung des Blindengeldes stellen. Nicht nur weil Sachsen-Anhalt jetzt 37 Millionen Mehreinnahmen als geplant zur Verfügung hat."
Die Vereinsmitglieder freuten sich über eine Spende über 100 EUR aus dem Solidarfonds der Linksfraktion. Damit wollen wir die Vereinsarbeit unterstützen, so Lüderitz abschließend.